Reinigung der Klimaanlage zur Senkung des Verbrauchs

Klimaanlagen: das Haushaltsgerät, das seit Beginn der Pandemie im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte steht. Ursprünglich bestand die Befürchtung, dass Klimaanlagen das Virus übertragen und die Ansteckung in geschlossenen Räumen beschleunigen würden. Diese Befürchtung hat dazu geführt, dass sich das Konzept der Innenraumluftqualität und das Bewusstsein für die Bedeutung der Desinfektion und Reinigung von Klimaanlagen bei Unternehmen und Privatpersonen verbreitet hat. Heute jedoch, da die Rechnungen unaufhörlich steigen, steht das Gerät, das uns in den heißesten Sommermonaten angenehm kühl hält, mit der Energiefrage wieder im Rampenlicht.
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Der Energieverbrauch einer Klimaanlage wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Der entscheidende Faktor beim Kauf ist die Energieklasse der Anlage. Sie wurde vor mehr als zwanzig Jahren (genauer gesagt 1998) in Italien eingeführt und ist auf den Verpackungen von Haushaltsgeräten mit bunten Grafiken dargestellt, die den Verbraucher über den Verbrauch des jeweiligen Modells informieren. Auf dem Energieetikett sind unter anderem angegeben: die Energieklasse auf einer Skala von A bis D, die Nennleistung in kW/h und der SEER (Seasonal Energy Efficiency Ratio) Effizienzindex (je höher der Wert, desto energieeffizienter das Gerät).

Besonderes Augenmerk sollte auch auf die Verbrauchsspannen gelegt werden, auf denen die Energieversorger ihre Angebote für die Verbraucher aufbauen. Ihre Berücksichtigung ist zusammen mit der Nutzungszeit eine weitere Maßnahme, die der Benutzer ergreifen kann, um Kosten und Energieverbrauch weiter zu senken.

Ein weiteres sehr wichtiges Element, das berücksichtigt werden muss, damit Klimaanlagen (ob im Wohnbereich, im Gewerbe oder in der Industrie) effizient arbeiten und so wenig Energie wie möglich verbrauchen, ist die Wartung: ein Thema, das Errecom bei verschiedenen Gelegenheiten unter verschiedenen Gesichtspunkten eingehend untersucht hat. Es sollte unseren Lesern inzwischen bewusst sein, dass das ordnungsgemäße Funktionieren von Klimaanlagen nicht nur von mechanischen und technischen Variablen abhängt, sondern auch von der Wartung, die aus chemischer Sicht an der Anlage durchgeführt wird. Die vom Errecom Labor entwickelten Additive dienen dazu, die Kette chemischer Reaktionen zu unterbrechen, die durch den natürlichen Zerfall des Kältemittels und des Schmiermittels in der Anlage verursacht werden und so die ursprüngliche Effizienz der Anlage wiederherzustellen und die Bildung von Kältemittelleckagen zu verhindern.

Es sind jedoch nicht nur mechanische oder chemische Gründe, die das ordnungsgemäße Funktionieren von Klimaanlagen beeinträchtigen, sondern auch ein Faktor, der ebenso leicht zu handhaben ist, wie er allzu oft unterschätzt wird: nämlich Schmutz. Aus diesem Grund ist die gründliche und regelmäßige Reinigung von Innen- und Außeneinheiten eines der Elemente, die berücksichtigt werden müssen, um den Energieverbrauch zu senken.

Warum verbrauchen schmutzige Klimaanlagen mehr Energie?

Der Hauptgrund dafür sind die gerippten Lamellen, aus denen die Verdampfer und Kondensatoren bestehen. Da diese Wärmetauscher aus Metallplatten bestehen, in denen das Kältemittel in flüssiger oder gasförmiger Form (je nach Fall) zirkuliert, liegt es auf der Hand, dass Schmutzablagerungen eine echte Barriere darstellen, die ihre Funktion blockiert. Konkret bedeutet dies, dass bei Kondensatoren unbehandelte Verunreinigungen die Wärmeabgabe blockieren, die vom Kältemittelgas aufgrund der Zustandsänderung von gasförmig zu flüssig freigesetzt wird. Bei Verdampfern hingegen wird die Wärme, die sich aus der Zustandsänderung von flüssig zu gasförmig ergibt, durch die Ansammlung von Staub oder anderen Arten von Schmutz blockiert.

Durch die Hemmung ihrer Wärmeübertragungsfunktion benötigt die Anlage also mehr Zeit und Energie, um frische Luft zu erzeugen, was wiederum mehr Energie verbraucht. Es ist daher naheliegend, dass die Reinigung der Anlage, insbesondere der Lamellenrohre, zu den grundlegenden Schritten in den Wartungsplänen der HLK-Techniker gehören muss, denn je größer die Anlage ist, desto größer ist auch der Verbrauch bzw. Verschwendung (sowohl in wirtschaftlicher als auch in ökologischer Hinsicht).

Lamellen-Batterien: säurehaltige oder alkalische Reiniger?

Angesichts des riesigen Angebots an Reinigungsmitteln auf dem Markt ist es für den Techniker oft schwierig, das passende Produkt für die jeweiligen Bedürfnisse zu finden.

Die erste Überlegung ist die Verwendung spezieller professioneller Reiniger, die von Unternehmen entwickelt wurden, die auf Klimaanlagen spezialisiert sind.

Es muss auch zwischen Innen- und Außeneinheiten unterschieden werden. Letztgenannte sind nämlich aufgrund ihres Standortes einer Vielzahl von Verschmutzungen ausgesetzt, die mit unterschiedlichen Reinigungsmitteln behandelt werden müssen. Wenn es darum geht, Staub, Smog, Pollen, organische Rückstände, Umweltschmutz, Fett und Öl zu entfernen und zu beseitigen, werden alkalische Reiniger benötigt.

Finden sich hingegen Kalkrückstände wie Salzablagerungen, Rost, Zement oder Gips zwischen den Schlitzen der Kondensatoren, so ist eine Behandlung mit säurehaltigen Reinigern unbedingt erforderlich. Unabhängig davon, ob säurehaltige oder alkalische Reiniger verwendet werden, wird jedoch in beiden Fällen empfohlen, das verwendete Produkt mit reichlich Wasser abzuspülen, um zu verhindern, dass Rückstände des Reinigungsmittels die Oberflächen angreifen.

Anders ist es bei den Lamellenrohren von internen Einheiten, für die die Verwendung von alkalischen Reinigern empfohlen wird.

Die optimale Häufigkeit der Kondensatorreinigung hängt natürlich auch stark von den Orten ab, wo die Anlagen installiert sind: In Meeresnähe, an Häfen, in besonders windigen, regnerischen oder verschmutzten Gebieten wie Industriegebieten oder Städten ist es wahrscheinlicher, dass sich Ablagerungen, Schmutz und Verkrustungen zwischen den Schlitzen der Kondensatoren ansammeln. Ein ähnliches Prinzip gilt für Verdampfer: Es liegt nahe, dass Inneneinheiten, die in Restaurant- oder Hotelküchen installiert sind, häufiger gereinigt werden müssen als Inneneinheiten in einer Wohnung. Es ist die Aufgabe des HLK-Technikers, die verschiedenen Rahmenbedingungen zu bewerten, um seinen Kunden während der gesamten Nutzungsperiode eine konstante Energieeffizienz zu gewährleisten.

Was ist mit den Filtern?

Zu einer kompletten Reinigung gehört selbstverständlich nicht nur die Behandlung der Lamellenrohre. Gehäuse, Ventilator, Kondensatabfluss und Filter sind weitere Komponenten, die nicht vergessen werden dürfen. Um beim Thema Energieeffizienz zu bleiben, gerade den Filtern muss besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden: Das Vorhandensein von Schmutz oder Staub, der den Luftstrom behindert, führt dazu, dass die Klimaanlage intensiver arbeiten muss, um die eingestellte Temperatur zu erreichen und zu halten und dies führt folglich zu höherem Energieverbrauch.

Das Thema der Reinigung von Klimaanlagen ist jedoch sehr komplex und umfangreich und genau aus diesem Grund hat Errecom ein ausführliches Handbuch erstellt, das Sie im folgenden Link einsehen können: Reiniger – Richtlinien für eine korrekte Hygienebehandlung von Verdampfern und Kondensatoren.

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