Ozonschicht und Klima: die Verantwortung der Kälte- und Klimaanlagenindustrie

Die Ozonschicht: ein unsichtbares und nicht wahrnehmbares Element in unserer Atmosphäre, das jedoch für die Zukunft unseres Planeten und der Menschheit äußerst wichtig ist. So wichtig, dass man beschlossen wurde, ihren Schutz durch die Einführung eines besonderen internationalen Tages am 16. September jeden Jahres zu feiern. Der Kühlsektor ist an diesem Thema stark beteiligt, insbesondere in Anbetracht der massiven Verwendung von FCKW-Kühlgasen in der Vergangenheit, den Hauptgasen bei der Entstehung des Ozonlochs.
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Es ist nun mehr als 35 Jahre her, seit eine Gruppe von Wissenschaftlern des British Antarctic Survey das Ozonloch über der Antarktis entdeckte und damit das Bewusstsein der Weltgemeinschaft für die Gefahren der UV-Strahlung steigerte. Die Ozonschicht ist nämlich ein dünner Teil der Erdatmosphäre, der dazu bestimmt ist, die ultraviolette Strahlung der Sonne zu absorbieren. Eine Ausdünnung dieser Schicht führt daher unweigerlich zu einer Verringerung ihrer Filterkapazität, wodurch die Sonnenstrahlung die Erdoberfläche erreichen kann und schwerwiegende Folgen für die Umwelt und die menschliche Gesundheit hat: Hautkrebs, Augen- und Sehschäden, negative Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion usw.

Die Hauptursache dieser Ausdünnung sind die FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe), die damals in Spraydosen und Schaumstoffisolierungen zu finden waren und vor allem in der Klima- und Kühlindustrie weit verbreitet waren, da sie chemisch sehr stabil, ungiftig und nicht brennbar waren und relativ kostengünstig hergestellt werden konnten. Nach dieser Entdeckung aus dem Jahr 1985 versuchte die ganze Welt eine schnelle Lösung. Nach 2 Jahren, also im Jahr 1987, wurde der Montrealer Protokoll unterzeichnet wurde, der das Engagement von 197 Staaten für die Produktion von FCKW festgelegt. Das Montrealer Protokoll, das von führenden Wissenschaftlern als „das erfolgreichste Umweltabkommen der Geschichte“ bezeichnet wird, hat eine Trendwende möglich gemacht. Wie im UN-Bericht von Anfang des Jahres angekündigt ist, sind die Ergebnisse der seit 1987 eingeleiteten Maßnahmen sehr positiv. Wenn sie beibehalten werden, dürfte die Ozonschicht bis 2040 wieder die Werte von 1980 erreichen (mit Ausnahme von Artis und Antarktis, die diese Werte im Jahr 2045 und im Jahr 2066 wiedererreichen können).

Trotzdem fehlen es nicht die negativen Nachrichten. Laut einer Studie einer Gruppe von Wissenschaftlern der Bristols Universität und der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) wurde zwischen 2010 und 2020 eine besonders hohe Konzentration von 5 FCKW in der Atmosphäre herausgefunden.

Obwohl Experten versichern, dass diese Tatsache den angenommenen Zeitplan für die Wiedererstellung der Ozonschicht nicht beeinträchtigen wird, schätzt das Forschungsteam, dass diese Konzentration von FCKW in der Atmosphäre die globale Erwärmung negativ beeinflusst hat. Im Jahr 2020 führte diese Konzentration einen Anstieg der globalen Erwärmung, der mit den CO2-Emissionen eines Landes wie der Schweiz vergleichbar ist. Aufmerksamkeit und Einhaltung der Vorschriften sind daher weiterhin von entscheidender Bedeutung.

Leider hat das Ozonloch, zweifelsohne, dazu beigetragen, die Öffentlichkeit und insbesondere die Kältegemeinschaft für die Bedeutung des Umweltschutzes zu sensibilisieren.

Die Ergebnisse, die seit 1985 unternommen wurden, beweisen dies: Von einem fast fehlenden Bewusstsein für die Umweltgefahren von Fluorchlorkohlenwasserstoffen benutzen wir heutzutage den Kältemitteln mit niedrigem Treibhausgasausstoß. Es war ein langer Weg, der nicht über Nacht, sondern über fast 40 Jahre hinweg durch Forschung, Fehler und Verbesserungen zurückgelegt wurde.

Der Begriff „Kältemittelleckage“ hat im Laufe der Zeit einen anderen Stellenwert erhalten, wozu auch die europäische F-Gas-Norm beigetragen hat, die geschaffen wurde, um den Umgang mit fluorierten Gasen umfassend zu regeln, und um die zertifizierten Fachleute zu erkennen.  Die allgemeine gewidmete Aufmerksamkeit des Problems wird von der Festlegung klarer Ziele in Verbindung mit unaufschiebbaren Fristen und der Einführung spezifischer Sanktionen unterstreichen, wenn es einen Fall von Reparaturen und Kontrollen stattfindet.

Die Aufgabe von Errecom? Sowohl bei den Fachleuten als auch bei den Endnutzern das Bewusstsein für die Bedeutung der Instandhaltung zu schärfen, und zwar nicht nur aus einer lösungsorientierten, sondern auch und vor allem aus einer präventiven Perspektive. Die heutigen Nachrichten lehren uns: Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren!

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