Errecom: auf der Seite der Kinder
Im September dieses Jahres wurde geschätzt, dass zwischen 10 und 16 Millionen Kinder Gefahr laufen, aufgrund der Covid-19-Pandemie keinen Zugang zu Bildung mehr zu haben. Diese Zahl ist besorgniserregend, jedoch sollte sie uns nicht überraschen, wenn man bedenkt, dass in den letzten anderthalb Jahren 90 Prozent der Schüler weltweit von Schulschließungen betroffen waren und jeder dritte keinen Zugriff auf digitale Technologien hatte.
Die ärmsten Länder scheinen am stärksten betroffen zu sein, auch wenn dieser Bildungseinbruch die ganze Welt betrifft. Allein in Italien verlassen schätzungsweise 13,5 Prozent der Kinder die Schule vorzeitig: eine deutlich zu hohe Zahl, die eine Gruppe junger Menschen repräsentiert, die auf die Chance verzichten, sich eine Zukunft entsprechend ihren Träumen und Talenten aufzubauen. Es besteht also ein doppeltes Risiko: Einerseits werden einer Generation berufliche Möglichkeiten und Chancen vorenthalten, andererseits verweigern wir potenziell jungen Menschen Zutritt zur Berufs- und Arbeitswelt, weil sie nicht ausreichend ausgebildet sind. Es ist jedoch nicht nur die Pandemie, die viele junge Menschen dazu bringt, die Schule vorzeitig abzubrechen. Bereits 2018 wurde in Italien geschätzt, dass die Zahl der Schulabbrecher zehnmal höher ist als die der Auswanderer: 598 Tausend junge Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren, die die Schule vorzeitig verlassen haben, im Vergleich zu 62 Tausend Italienern, die ihr Heimatland verlassen, um ins Ausland zu ziehen.
Zu den Hauptursachen für den vorzeitigen Schulabbruch gehören wirtschaftliche, aber auch soziale und kulturelle Gründe. Allzu oft fühlen sich junge Menschen verloren und verwirrt und sind nicht in der Lage, Entscheidungen über das zu absolvierende Studium und ihre Zukunft im Allgemeinen zu treffen. Die Entscheidung, was wir für den Rest unseres Lebens machen möchten: Für fast niemanden ist dies eine einfache Entscheidung und die Dinge werden noch komplizierter, wenn 17-18 oder noch schlimmer 12-13-Jährige diese Entscheidung treffen müssen. Es sind praxisnahe Einsichten in das Berufsleben erforderlich, damit die jungen Menschen die Arbeitswelt hautnah erleben können – dazu ist eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen unerlässlich.
Errecoms Engagement nimmt mit Tagen der offenen Tür für die Schüler der umliegenden Umgebung, welche sich für die Welt der Chemie interessieren, Gestalt an. Das Unternehmen möchte jungen Menschen einen Einblick in die Arbeitswelt gewähren, um ihnen die Arbeitsweise der verschiedenen Abteilungen und Berufsgruppen in der Chemieindustrie näherzubringen. Zudem können Sekundarstufen I, die an den diesjährigen Tagen der offenen Tür von Errecom teilnehmen, den Federchimica Giovani-Preis gewinnen, bei dem ein Tablet oder ein Gutschein in Höhe von 2.000 Euro für den Kauf von Unterrichtsmaterial verliehen wird.
Wie Nelson Mandela einst sagte: „Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern “und Errecom wird weiterhin daran arbeiten, dies zu fördern.

