Der Chemiker beantwortet Fragen zum Thema: Kältemittel-Leckagen in Kälte- und Klimaanlagen
Hier sind wir wieder zurück mit unserer Rubrik “Der Chemiker antwortet”. Der Leiter unserer Abteilung für Forschung und Entwicklung, Dr. Paolo Mattavelli, wird uns heute ein sehr häufig vorkommendes Problem bei Kälte- und Klimaanlagen vorstellen: Die Bildung von Kältemittel-Leckagen.
1) Warum treten Kältemittel-Leckagen bei Anlagen auf?
Kältemittel-Leckagen können verschiedenste Ursachen haben:
Strukturell: Es kann in den Leitungen der Anlage oder auf Schweißstellen zu porösen Stellen kommen, wenn eine Anlage nicht von einem Experten nach den Regeln der Kunst gebaut wurde.
Verschleiß: Ständige langanhaltende Vibrationen, beeinträchtigen die Verbindungsstellen in einer Anlage.
Korrosion: Das ist eine der häufigsten Ursachen. Die Korrosion ist ein natürliches Phänomen. Diese kann durch eventuell vorhandene Ladungen, z.B. in Bereichen, in denen verschiedene Metalle aufeinandertreffen, verstärkt werden. Auch die aggressive Wirkung von säurehaltigen Verbindungen, aufgrund von Reaktionen zwischen Feuchtigkeit und Komponenten des Kältemittels und des Schmiermittels, erzeugt Korrosion. Vertiefen wir dieses Argument aber noch weiter: Kälte- und Klimaanlagensysteme sind normalerweise in ihrem Inneren einer konstanten Feuchtigkeit ausgesetzt. Dieses Problem wird vom Trockner behoben. Letzterer verliert allerdings im Laufe der Zeit erheblich an Funktionstüchtigkeit.
Wenn diese Feuchtigkeit mit Substanzen, die durch den natürlichen Abbau von Kältemittel und Schmiermittel auftreten, in Kontakt kommen, bildet sich Säure. Letztere kann, wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird, mehr oder weniger große Leckagen verursachen.
Grundsätzlich kann dieses Problem aber durch eine korrekte Installation und Instandhaltung von Anlagen aber auch durch vorbeugende Maßnahmen vermieden werden.
2) Was sind die Konsequenzen solcher Leckagen?
Bei einer nicht regelmäßig durchgeführten Instandhaltung ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Mikro-Leckagen bilden, sehr hoch. Diese verursachen unvermeidlich den Austritt von Kältemittel, wodurch die korrekte Funktionsweise der Anlage nicht mehr möglich ist.
3) Betrifft das Problem also nur die Leistungsfähigkeit der Anlage?
Nein, absolut nicht. Es ist inzwischen allgemein bekannt, dass die Kältemittel eine der Hauptursachen für den Treibhauseffekt sind. Aus diesem Grund sieht die internationale F-Gas-Verordnung eine Reihe von Maßnahmen und Deadlines für den Einsatz von Kältemitteln mit ständig niedrigerem GWP (Global Warming Potential) vor.
Das Vermeiden von Kältemittel-Leckagen bei Kälte- und Klimaanlagen ist nicht nur erforderlich, um eine korrekte Funktionsweise zu garantieren, sondern auch um zusätzliche Kosten, aufgrund der nicht korrekten Arbeitsweise der Anlage oder durch die Notwendigkeit neuer Kältemittel, zu verhindern. Last but not least ist dieses Thema im Hinblick auf die Umwelt zu unserer moralischen Pflicht geworden.
4) Wie kann man dieses Problem beheben?
Das Auffinden und Lokalisieren von Leckagen hängt hauptsächlich von deren Größe ab. Nicht immer sind diese Leckagen sofort sichtbar. Und zwar nicht nur, weil sie sich in schwer zugänglichen Stellen befinden (Leitungen in Fußböden oder Mauern oder Komponenten, die von isolierendem Material verdeckt werden, wie z.B. bei Kühlschränken usw.) sondern auch, weil sie einfach extrem klein und auf verschiedene Stellen verteilt sind.
Das Problem der Kältemittel-Leckagen kann man prinzipiell auf zwei verschiedene Arten beheben: Auf interne oder auf externe Weise.
Wollen wir das Problem von außen lösen, ist es erforderlich, dass die Leckage lokalisiert und sichtbar gemacht wird. Wir können die Reparatur mithilfe eines flüssigen Dichtmittels, oder als Paste, oder aber durch den Austausch beschädigter Bauteile vornehmen.
Sollte die Mikro-Leckage nicht sichtbar sein, kann man das Problem durch das Eingeben eines Dichtmittel-Additivs, das die Leckage aufzeigt und definitiv versiegeln kann, lösen. Ich empfehle hierbei dringend, nur zuverlässige und zertifizierte Produkte frei von Polymeren zu benutzen. Diese Additive müssen unbedingt mit dem Schmiermittel und dem Kältemittel kompatibel sein und dürfen nicht mit Feuchtigkeit oder Sauerstoff reagieren.
5) Gibt es diesbezüglich Produkte, die Sie besonders empfehlen können?
Zur äußeren Anwendung empfehle ich FIXQUICK (ultraschnelles UV-fluoreszierendes Dichtmittel in flüssiger Form, das in nur 20 Sekunden Leckagen mit einem Durchmesser von bis zu 1 mm repariert) und EXTERNAL (Dichtmittel in Form einer Zweikomponenten-Paste zur Reparatur von Leckagen bis zu einer Größe von 5 mm).
Was die Reparatur von Mikro-Leckagen betrifft, die nicht lokalisiert werden können, empfehle ich den Einsatz von EXTREME ULTRA oder EXTREME ULTRA WHITE (spezielles Dichtmittel für Kühlschränke mit hermetischem Kompressor und Kältemittel R600, R290 und R134a).
Extreme Ultra garantiert die Reparatur von Mikro-Leckagen bis zu 0,3 mm, sowohl auf Komponenten aus Gummi als auch aus Metall bei jeder Kälte- und Klimaanlage. Es funktioniert mechanisch, denn es passt sich den verschiedenen Materialien der Anlage an, ohne dabei chemische Reaktionen zu erzeugen.
Das Produkt erfüllt seine Funktion während des normalen Betriebs und behebt das Problem gleichzeitig dauerhaft. Die notwendige Zeit für die vollständige Versiegelung der Leckage hängt von der Größe und Beschaffenheit der Leckage ab. Es handelt sich hierbei üblicherweise um ca. 10 Minuten.
6) Was sind die Vorteile beim Einsatz eines Dichtmittels in Form eines Additivs?
Es gibt verschiedene Gründe, warum ich den Einsatz von Extreme Ultra wärmstens empfehle. Besonders weil es für alle Arten von Schmiermitteln und alle Arten von Kälte- und Klimaanlagen hervorragend geeignet ist. Zusätzlich ist es mit allen Kältemitteln kompatibel, einschl. CO2, ausser mit R717 (= Ammoniak). Extreme Ultra reagiert weder mit Sauerstoff noch mit Feuchtigkeit und beeinträchtigt keine Bauteile der Anlage. Es kann den Kompressor nicht beschädigen, sondern vermindert sogar erheblich seine Geräuschbildung. Zu guter Letzt ist es ungefährlich für den Techniker, nicht brennbar und nicht irritierend. Selbstverständlich hat Extreme Ultra White dieselben hervorragenden Eigenschaften wie Extreme Ultra, wurde jedoch speziell für die Reparatur von Leckagen bei Kühlschränken mit hermetischem Kompressor und Kältemittel R600, R290 und R134a entwickelt.
7) Und was eventuelle Rückstände des Produktes in den verschiedenen Bauteilen der Anlage betrifft? Ist diese Gefahr vorhanden?
Nein, absolut nicht. Extreme Ultra verstopft nicht die Ladestationen und setzt sich auch nicht im Trockner ab. Es ist ausgeschlossen, dass es sich im Expansionsventil ansammelt. Extreme Ultra ist frei von Polymeren und reagiert weder mit Feuchtigkeit noch mit Sauerstoff. Es zirkuliert im Inneren der Anlage, indem es vom Schmiermittel und vom Kältemittel transportiert wird. Es erzeugt keinerlei Probleme und ist gleichzeitig sofort zur Stelle, um eventuelle Mikro-Leckagen unmittelbar zu versiegeln. Deshalb ist es auch zur vorbeugenden Instandhaltung optimal geeignet.
8) Oft trifft der Einsatz von Additiven bei verschiedenen Anlagen auf Zweifel und Skepsis. Mit welchen Argumenten können Sie diese aus dem Weg räumen?
Zweifel und Skepsis diesbezüglich kann man selbstverständlich gut verstehen, aber nur zu einem gewissen Teil. Lassen Sie mich das besser erklären: Wie in allen Sektoren so existieren leider auch in unserem das Problem, dass Produkte auf dem Markt sind, die den richtigen Qualitätsstandards und -normen nicht entsprechen. Wozu führt das? Nicht nur, dass sie das eigentliche Problem, wofür sie gedacht sind, nicht lösen, diese minderwertigen Produkte können sogar Schäden in der Anlage verursachen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass der eine oder andere aufgrund von negativen Erfahrungen diesbezüglich skeptisch geworden ist. Man sollte sich allerdings bei Additiven solcher Art unbedingt ausnahmslos an zuverlässige Partner wenden, die zertifizierte und höchst innovative Produkte neuester Generation herstellen.
9) Wodurch unterscheidet sich “Extreme Ultra” von seinem Vorgänger “Extreme”?
Extreme Ultra ist die neueste Version von Extreme. Es handelt sich um eine neue Formel, die aufgrund der Notwendigkeit einer geringeren Produktmenge einzuführen, entwickelt wurde. Die Wirkkraft wird garantiert. Bei der Anwendung von Extreme Ultra sind 6 ml des Produktes völlig ausreichend und zwar bei allen Arten von KFZ-Klimaanlagen und bei allen Anlagen bis zu 21 kW.
10) Haben Sie für unsere Leser noch irgendwelche Tipps?
Mein Rat ist es, eine konstante und professionelle Instandhaltung der Anlagen zu gewährleisten. Dadurch können diese ihre höchstmögliche Leistungsfähigkeit entfalten und bewegen sich innerhalb des vom Herstellers garantierten Energieverbrauchs. Sollte ein Schaden bereits aufgetreten sein, empfehle ich sofortiges Handeln, um zu verhindern, dass die Mikro-Leckagen zu groß werden, um noch repariert werden zu können. Ich empfehle dringend, nur zuverlässige und geprüfte Produkte zu verwenden, die sowohl mit der Anlage, dem Schmiermittel aber auch mit dem verwendeten Kältemittel kompatibel sind. Extreme Ultra und Extreme Ultra White sind in diesem Falle optimal, weil sie das Problem nicht nur vorbeugend, sondern auch dauerhaft lösen.

