Praktikum bei Errecom SPA: eine Chance für junge Talente und für das Unternehmen

Oftmals ist es eine Gelegenheit, sich zu beweisen und seine Arbeitsbereitschaft unter Beweis zu stellen – ein Schritt, der oft notwendig ist, um in die Berufs- und Arbeitswelt einzusteigen: das Praktikum. Hochschulabsolventen, Schüler und Studenten wissen: Der Übergang von der gelehrten Theorie zu den konkreten Anforderungen der Unternehmen ist nicht einfach. Überall auf der Welt, aber vor allem in Italien, herrscht ein großer Unterschied zwischen Lehrplan und Praxis. Was vor allem fehlt, ist die Praxiserfahrung, das Know-how, welches nicht in Büchern vermittelt wird, aber von Arbeitgebern verlangt wird. Ein Praktikum zielt darauf ab, junge Menschen aktiv an einen Beruf heranzuführen.
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Im Jahr 2015 hat die internationale Organisation European Youth Forum mit Unterstützung der Europäischen Kommission den internationalen Tag der Praktikanten ins Leben gerufen. Der internationale Tag der Praktikanten soll darauf aufmerksam machen, dass der Zugang zur Arbeitswelt und die Beschäftigungsbedingungen für Praktikanten verbessert werden müssen. Was von den Unternehmen verlangt wird, ist mehr Transparenz gegenüber den jungen Menschen, die Verpflichtung, sie als Ressourcen zu schätzen und sie beim Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Handelskompetenzen zu unterstützen. Was das Chemieunternehmen Errecom betrifft, kann man sagen, ist das Engagement mehr als vorhanden.

Derzeit sind vier Praktikanten im Unternehmen beschäftigt: zwei im Marketingbüro, einer im Chemielabor und einer im Drucklabor. Jeder hat seine eigene Geschichte zu erzählen, die sich aus unterschiedlichen Bildungs-Hintergründen, Kulturen, Erfahrungen und Erwartungen zusammensetzt.

Darya, eine junge Studentin, welche derzeit als Praktikantin in der Marketingabteilung von Errecom tätig ist, erzählt: „Ich hätte nie gedacht, dass ich einen Job finden würde, bei dem ich meine Muttersprache Russisch täglich anwenden kann. Die Vielfältigkeit bei Errecom hat mich positiv überrascht – jeder hier hat einen anderen Hintergrund und wird dafür sehr geschätzt.“ Auch über ihr Masterstudium in International Business an der Universität Brescia äußert sich Darya sehr positiv: „Die Vorlesungen, die ich besuche, sind alle auf Englisch, die zahlreichen Projekte und die verschiedenen Gruppenarbeiten tragen dazu bei, die gelernte Theorie in die Praxis umzusetzen und haben mir Fähigkeiten und Kompetenzen vermittelt, die ich in meiner derzeitigen Beschäftigung in Errecoms Marketingabteilung als sehr nützlich empfinde.“ Dicht an Daryas Seite ist Glenda, deutsche Muttersprachlerin und Tochter italienischer Einwanderer nach Deutschland, die derzeit einen Doppelabschluss in International Business, an der gleichen Universität anstrebt. „Mein Praktikum bei Errecom ermöglicht mir meine Kenntnisse im Bereich des Social-Media-Marketings, zu vertiefen, ein Marketingbereich, den sowohl die italienische als auch meine Heimat-Universität in Deutschland ein wenig außer Acht lassen. Während der von mir besuchten Marketing-Vorlesungen hatte ich das Gefühl, dass beide Universitäten sich mehr auf Offline-Marketing-Strategien und -Tools konzentrieren.“ Ein weiterer wichtiger Aspekt, den Glenda hervorhebt, ist die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in der italienischen Sprache zu verbessern und die Kultur unseres Landes näher kennenzulernen. Ein Bonus und für diejenigen von grundlegender Bedeutung, die wie Glenda einen international ausgelegten Studiengang besuchen und jahrelange Auslandserfahrung einschließlich in den Vereinigten Staaten von Amerika, Mexiko und Kolumbien gesammelt haben.

Das Klischee, dass die Schule leider noch nicht ausreichend auf die Berufs- und Arbeitswelt vorbereitet, bestätigt der Praktikant in Errecoms Chemielabor Andrea. Die Schule sollte seiner Meinung nach, den Übergang zwischen schulischer Bildung und Einstieg in eine Berufstätigkeit weiter ausbauen, denn gerade vor Beginn einer Ausbildung sollte man sich mit dem angestrebten Beruf schon auseinandergesetzt haben. „Ein Praktikum pro Jahr, während der letzten drei Schuljahre ist unerlässlich, aber diese Praktika sollten länger als die üblichen 2-3 Wochen dauern, um den Schülern ausreichend Zeit zu geben, in die Arbeitswelt einzutauchen und bessere Einblicke in bestimmte Branchen zu erhalten und dadurch eine wertvolle Orientierung für die weitere berufliche Karriere zu bekommen.“

Das genau tut Jacopo, ein Praktikant, der kürzlich im Drucklabor von Errecom eingestellt wurde. Jacopo, der das letzte Jahr an einer Fachschule für Informatik besucht, geht nach dem Unterricht zu Errecom und verbringt dort seine Nachmittage. Lerne beizeiten, so kannst du’s bei den Leuten. Jeder hat dieses Sprichwort mindestens einmal im Leben gehört, aber wie viele haben es tatsächlich in konkrete Lebensentscheidungen umgesetzt?

Vier junge Erwachsene aus unterschiedlichen Altersgruppen, Kulturen und mit verschiedenen Nationalitäten, aber alle mit derselben Erkenntnis, die wahrscheinlich zukünftige Generationen begleiten wird: Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen muss gefördert werden, um jungen Talenten wie Darya, Glenda, Andrea und Jacopo exemplarische Einsichten in das Arbeits- und Berufsleben zu geben. Praxis-Erfahrung und die Erkundung des betrieblichen Umfeldes während der akademischen Laufbahn sind beides Faktoren, welche wichtige Erkenntnisse für die berufliche Orientierung von Schülern und Studenten bringt. Dies erleichtert nicht nur den Einsatz handlungsorientierter Arbeitsformen, sondern fördert den erfolgreichen Einstieg in die Berufs- und Arbeitswelt, was brillante Köpfe wie unsere verdienen.

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